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Krezip ... ein Traum wird wahr


Endlich war es so weit. Es war der 11. Mai 2003. Und Krezip waren in Dresden. Das Konzert sollte 21 Uhr beginnen, 20 Uhr war Einlass. Und wir waren viel zu zeitig da...

Aber wir hatten ja auch keine Ahnung, wie bekannt Krezip in Dresden sind. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich mich schon mittags in die Scheune, wo das Konzert stattfinden sollte, begeben, aber da es eben nicht immer nach mir geht, trafen wir, meine Freundin und ich, uns 18:30 Uhr.

Wir waren die ersten und auch lange Zeit alleine. Da standen wir also vor der Absperrung und waren aufgeregt wie noch nie zuvor, war es doch immer ein Traum gewesen, mal ein Krezip-Konzert zu besuchen. Und nun sollte der Traum endlich Wahrheit werden... aber erstmal war Warten angsagt.

Gegen 19 Uhr passierte dann das erste Unerwartete: Krezip liefen an uns vorbei auf dem Weg zum Essen. Da war nur 1 Meter zwischen ihnen und uns - der Traum fing wahrhaftig an Wirklichkeit zu werden. Die restliche Stunde verging dann ziemlich schnell. Und gegen 19:45 Uhr waren wir dann auch schon nicht mehr alleine, zumindest der Vorraum fing an sich zu füllen.

Nun waren es nur noch wenige Minuten und mein sich immer nach wenigen Sekunden wiederholender Blick auf die Uhr machte mir deutlich, wie nervös ich eigentlich war. Aber endlich hatten die Mitarbeiter der Scheune Mitleid mit uns und öffneten das große Gitter, welches uns den Weg versperrte. Rasch bildete sich eine Schlange und ich war die erste!

Die Eintrittskarte hielt ich schon seit fast 30 Minuten in der Hand und endlich durfte ich sie auch jemandem zeigen. Der Kontrolleur riss die oberste Ecke gab, gab sie mir zurück und ich lief los. Es ging eine Treppe hinauf, an der ich ersteinmal Halt machte, um auf meine Freundin zu warten. Als sie da war, gingen wir hoch, um endlich an die Bühne und in die erste Reihe zu kommen.

Als wir jedoch die Bühne sahen, waren wir etwas überrascht, denn so klein hatten wir sie uns nicht vorgestellt. Dann stellten wir uns in die erste Reihe und kamen uns so lächerlich vor, da wir zu diesem Zeitpunkt immernoch fast alleine waren. Um die restliche Stunde, bis es endlich losgehen sollte, zu überbrücken, sahen wir uns etwas um, natürlich nicht, ohne uns vorher unseren Platz zu "reservieren". Vor dem Saal war ein Krezip-Fanartikelstand aufgebaut, wo sich für ordentliche Preise T- Shirts, CDs, Schlüsselbänder usw. kaufen konnte. Als wir das alles "inspiziert" hatten, gingen wir zurück an unseren Platz. Und es waren immernoch nicht mehr Menschen da... dennoch wuchs in mir die Anspannung. Und es war nur noch eine halbe Stunde bis es losgehen sollte.

Außer uns waren zu dem Zeitpunkt noch etwa 10 Fans da und hinter uns stand ein Pärchen, welches sich angeregt auf holländisch unterhielt. Die zwei lenkten damit unser Interesse auf sich und letztlich unterhielten wir uns dann mit ihnen. Es stellte sich heraus, dass der Mann Amateur-Fotograf war und Krezip begleitet, seit es die Band gibt. Somit hatten wir ja zwei Personen gefunden, die uns möglicherweise unsere Fragen über Krezip beantworten könnten. Und so war es dann auch.

Die Zeit verging wie im Flug und wir bemerkten, dass es bereits 21:15 Uhr war und Krezip immernoch nicht auf der Bühne waren. Also kam jetzt wieder die Phase, in der ich fast permanent auf meine Uhr starrte. Mittlerweile hatte sich der Saal auch gefüllt, aber ich denke der Großteil der Jugendlichen konnte mit dem Namen Krezip nicht wirklich etwas anfangen, ich glaube, sie wollten sich nur einen schönen Abend machen. Und dementsprechend "groß" war auch der Applaus, als die sechs Holländer dann 21:30 Uhr endlich auf die Bühne kamen. Nur die wahren Fans klatschten, aber diese machten nur ca. ein Zwanzigstel der Menschenmenge im Saal aus, also gab es gleich zum Anfang nur sehr spärlichen Applaus.

Da ich in der ersten Reihe stand, konnte ich die ganze Bühne überblicken und hatte somit auch Einblick auf die Setlist, die an zwei verschiedenen Stellen am Boden klebte. Als erstes stand "More than this" auf dem Programm und der Applaus fiel immernoch ziemlich spärlich aus. Danch folgten die Songs "Mine", "Take it, baby", "All unsaid", "Don't you feel afraid" und "There it goes" und endlich klatschten auch die Letzten im Saal, ja, die Menge tobte förmlich.

Als nächstes kamen die Ballade "For sure" und der Erfolgshit "I would stay". Ersteres sang Jacqueline mit sehr viel Gefühl und brachte so die tobende Menge wieder etwas zur Ruhe. Bei "I would stay" konnten dann auch viele der "Nicht-Fans" mitsingen. Annelies, die sonst hinter dem Keyboard zu finden ist, kam bei diesem Song in den Vordergrund und stellte sich ans Micro, um die zweite Stimme zu singen. Jacqueline dagegen, die sonst immer im Vordergrund steht und singt, begab sich hinter ein herangetragenes Piano und sang von diesem Platz aus.

Danach folgten wieder etwas rockigere Nummern: "What it takes", "In her sun", "Gentle", "Happy now" und "Won't cry". Zur Überraschung aller folgte jetzt das erste Lied, was Krezip gecovert hat: "Beautiful" (eigentlich von Christina Aguilera). Es war der reine Wahnsinn, so eine Performance habe ich vorher noch nie gesehen.

Als Abschluss folgten dann noch die Lieder "You can say" und "Give my life". Nun tobte die Menge wieder und Krezip verschwanden, nachdem sie sich bedankt hatten, von der Bühne.

Aber damit wollten wir uns nicht zufrieden geben: Wir fingen alle an "Zugabe" zu schreien und Krezip liesen uns ganz schön lange warten, ehe sie endlich wieder auf die Bühne kamen. Aber dann kamen sie und sangen zu unserer Freude noch "That'll be me" und "Get it on".

Völlig durchgeschwitzt verliesen Krezip nun endgültig die Bühne. Wir gingen ersteinmal an die frische Luft, da die in dem Saal mit der Zeit unerträglich geworden war. Doch vor lauter Aufregung hielten wir es draußen nicht lange aus, denn wir hofften, Krezip noch einmal zu sehen. Und so kam es dann auch: Anfangs standen sie hinter dem Krezip-Stand, doch nach und nach kamen sie auch hervor und gaben Autogramme, machten Fotos und unterhielten sich mit uns. So bekam ich meine Eintrittskarte und die Maxi-CD "I would stay" signiert und außerdem Fotos, auf denen ich mit jedem einzelnen zu sehen bin.

Ich denke das Konzert war ein riesen Erfolg und soetwas sollten sich vor allem echte Krezip-Fans auf keinen Fall entgehen lassen.

(Kathleen)